• Filter schließen
    Filtern nach:
    Facebook
    Newsletter abonnieren
    Ich abonniere den kostenlosen Newsletter und bin mit dem Tracking einverstanden.

    Rahmengrößen - wie finde ich, was zu mir passt?

    Wie finde ich die richtige Rahmengröße? 

    Wer kennt es nicht? Der innere Ruf nach einem neuen Fahrrad wird immer lauter, bis man ihm schließlich nachgeben muss. Bei der ersten Recherche merkt man sofort:  Wer soll auf dem Fahrradmarkt bei den ganzen Marken, Kategorien und Geometrien eigentlich noch durchblicken? Fakt ist, jeder Mensch ist unterschiedlich, auch in seinen Körpermaßen. Daher sollte man gerade beim Neukauf grundlegend auf eine passende Rahmengröße achten. Die eigenen Körpermaße zu kennen, ist der wichtigste Schritt. Hierbei möglichst exakt messen. 

    1. Innenbeinlänge/Schrittlänge 
    2. Rumpflänge 
    3. Armlänge 

    Aber was mache ich jetzt damit? 

    Rahmenhöhe 

    Jeder Mensch hat aufgrund seiner Innenbeinlänge eine optimale Sitzhöhe, auf jedem Fahrrad - egal welche Fahrradkategorie. Diese Sitzhöhe ist berechenbar. Der Rahmen bzw. die Rahmengröße muss demnach auf diese Sitzhöhe angepasst sein, sodass diese auch eingestellt werden kann. 

    Sitzposition 

    Die Sitzposition richtet sich nach persönlichen Vorlieben, wie sportlich oder komfortabel man auf dem Rad sitzen möchte. Oder nach körperlichen Bedingungen, wie der Rumpf- und Armlänge. Bei einer sportlichen Position ist der Oberkörper mehr nach vorne geneigt, wie bei einer typischen Rennradposition, während man bei einer komfortablen Position mit eher aufrechtem Oberkörper sitzt. 

    Stack und Reach  

    Bei Angaben zur Rahmengeometrieangaben herrscht üblicherweise kein Durchblick. Komplexe Tabellen mit Millimetermaßen sind schwer zu interpretieren. Doch zwei Werte können Licht ins Dunkel bringen: Der ,,Stack'' und ,,Reach'' ( auf Deutsch übrsetzte ,,Stapel'' und ,,Reichweite''). Diese Angaben geben einen guten Hinweis, ob ein Rad geeignet ist und wie die Sitzposition ungefähr ausfällt. Sie werden üblicherweise von Herstellern auf der Website angegeben. 

    Der Stack sagt aus, wie “hoch” der Lenker im Verhältnis zum Tretlager ist. Hoher Stack = du sitzt aufrechter und bequemer. Niedriger Stack = du sitzt tiefer und sportlicher.  Ähnlich ist es mit dem Reach. Der Reach sagt, wie “lang” das Fahrrad nach vorne ist, also wie weit du dich zum Lenker strecken musst. Langer Reach = gestreckter und sportlicher. Kurzer Reach = kompakter und aufrechter. Aus den beiden Werten lässt sich ein Quotient berechnen. Das Verhältnis beider Angaben zeigt an, wie komfortabel oder sportlich ein Rad ist. Teilt man die konkreten Werte von Stack durch Reach, so erhält man Werte zwischen 1,35 bis 1,65. Kleine Werte bis 1,45 entsprechen einer sportlichen, gestreckten Geometrie; Werte bis 1,55 einer gemäßigt sportlichen Geometrie und alles darüber ist komfortabel.

    Ich stehe zwischen zwei Rahmengrößen - und jetzt?!

    Wenn du zwischen zwei Größen stehst, gibt es eine Grundregel, die dir sofort weiterhelfen kann: Der kleinere Rahmen sorgt für eine etwas sportlichere, dynamischere Sitzposition, weil der Lenker tiefer sitzt und du weiter nach vorn geneigt bist. Das Rad ist agiler und wendiger. Auf einem größeren Rahmen sitzt du aufrechter, entspannter und das Rad wird laufruhiger sein, was gerade auf langen Touren mehr Komfort bieten kann. Beides kann richtig sein, es hängt schlicht davon ab, was du dir für deine Fahrten wünschst

    Auch die Art des Bikes spielt eine Rolle. Rennräder sind oft sportlich ausgelegt – viele Fahrer:innen fühlen sich auf der kleineren Größe wohler, weil sie leichter in eine aerodynamische Position kommen. Bei Gravelbikes ist die Frage nach dem Einsatzzweck besonders wichtig. Der größere Rahmen fährt sich spürbar ruhiger und stabiler. Besonders wenn du mit Gepäck unterwegs und lange Strecken fährst, profitierst du häufig von dieser Laufruhe. Bei Mountainbikes ist die Entscheidung zwischen zwei Rahmengrößen besonders vom persönlichen Stil abhängig. Bist du viel in technischen Trails unterwegs, kann dir ein etwas kleinerer Rahmen mehr Möglichkeiten geben und ist einfacher zu fahren in engen Trails & Spitzkehren. Der größere Rahmen kann dir hingegen mehr Kontrolle und ein stabileres Gefühl geben, ist aber auch schwerer zu manövrieren.  Und bei City- oder Trekkingbikes geht es am Ende meist darum, entspannt und übersichtlich im Verkehr unterwegs zu sein. Die größere und damit aufrechte bzw. komfortablere Wahl liegt bei diesen Fahrrädern daher oft näher. 

    Im Radlabor haben wir, unter dem Namen Smartfit, Systeme entwickelt, die uns ermöglichen exakte Rahmengrößenempfehlungen zu geben und Radfahrende präzise zu fitten. Wer sich also unsicher ist, kann sich in unseren Laboren in München, Frankfurt am Main und Freiburg Hilfe holen. Mittlerweile gibt es weltweit immer mehr Fachhändler, die mit Smartfit Systemen arbeiten und Beratungen anbieten.  Eine guten Rahmengrößenberatung kann Gold wert sein und stellt sicher, dass du dein passendes Rad findest. 

    Am Ende geht es aber nicht um Zahlen, sondern darum, wie du dich auf dem Bike fühlst. Wichtig ist, dass du deine Bedürfnisse und deinen Körper kennst und bewusst eine Entscheidung treffen kannst, denn schon wenige Millimeter können einen Unterschied machen. Mit einer professionellen Vermessung und Beratung findest du aber zuverlässig heraus, welche Größe wirklich zu dir passt und kannst dein neues Bike von Anfang an in vollen Zügen genießen.

    Tags: Bikefitting